Konten von Paketdienstnutzern gehackt

In Neubrandenburg hat ein Mann mit illegalen Daten aus dem Darknet Zugangskonten von Nutzern eines Online-Paketdienstes geknackt und Waren bestellt.

Wegen gewerbsmäßigen Betruges in rund 200 Fällen muss sich seit Montag ein 40-jähriger Mann vor dem Amtsgericht in Neubrandenburg verantworten. Der Neubrandenburger hat laut Anklage Zugangskonten von Paketdienstnutzern manipuliert, um sich illegal Waren im Wert von mehr als 10.000 Euro zu beschaffen und diese meist weiter zu verkaufen. »Der Mann war arbeitslos und wollte sich durch Betrug ein regelmäßiges Einkommen verschaffen«, sagte Klaus Oerters als Vertreter der Anklage.

Die Daten zum Hacken der Konten soll sich der Mann im sogenannten Darknet besorgt haben. Zudem soll er in rund 100 Fällen illegal mit Software eines Anbieters für Steuererklärungen gehandelt haben. Der Prozess begann mit deutlicher Verzögerung. Die Verteidiger wollten eine Einstellung des Verfahrens erreichen, noch bevor die Anklage verlesen wurde. Das misslang jedoch.

Der Neubrandenburger hatte sich vor sechs Jahren schon wegen verbotenen Handels mit gefälschten Marken-Sportschuhen vor dem Landgericht Schwerin verantworten müssen, wo er geständig war und eine Bewährungsstrafe erhalten hatte.

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