Amtsgericht verurteilt 22-jährigen Böblinger wegen Geldwäsche und Datenhehlerei

BÖBLINGEN. “Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.” Oder eben der Richter des Böblinger Amtsgerichts, Ralf Rose. Zwar hätte Pünktlichkeit Yusuf D. nicht mehr vor der Justitia retten können, doch wäre es ein erster guter Wille gewesen, den er damit hätte zeigen können. Während das Schöffengericht auf eine leere Anklagebank starrt, räkelt sich Yusuf D. noch im straffreien Schäfchenhimmel. Nach rund 40 Minuten betritt der Angeklagte zusammen mit der Polizei sichtlich verschlafen den Gerichtsaal.

Der 22-jährige Böblinger wusste angeblich nichts von der Vorladung am Dienstagmorgen. Diese Behauptung widerlegt Richter Rose schnell mit dem Zustellungsbescheid und widmet sich der Person Yusuf D. Die scheint ähnlich wie ihr Auftritt wenig motiviert im Leben zu stehen.

Seit dem Schulabschluss im Jahr 2013, weiß der junge Böblinger nicht so recht, was er mit sich anfangen soll. Die Lokführerausbildung hatte er für die Karriere als Profifußballer hingeschmissen. Nachdem er auch aus diesem Traum geweckt wurde, suchte er nach einer neuen Beschäftigung. Mit wenig Erfolg.

Unter dem Pseudonym “Aserbaidschan61” hatte der Angeklagte im Jahr 2015 das erste Mal im Darknet gefälschte 20-Euro-Scheine bestellt, so genannte Blüten. In der Folgezeit hat er dann mehrfach die Masche des “Carding” genutzt und sich damit der Datenhehlerei schuldig gemacht. Mithilfe von gefälschten oder gestohlenen Kontodaten tätigte der Angeklagte illegal Online-Bestellungen im vierstelligen Bereich. Mit der Nutzung dieser “Dienstleistung” im Schatteninternet, erwarb der junge Mann Klamotten und Elektrogeräte für einen Bruchteil des eigentlichen Wertes von 4800 Euro. Notebooks, die einen Warenwert von 1600 Euro verzeichneten, kosteten ihn so nur 300 Euro. Nur in wenigen Fällen griff die Schutzfunktion der Verkaufshäuser und bewahrte die Geschädigten vor dem Missbrauch.

Auch auf die Frage, wie die Waren möglichst anonym den Weg zu ihm fanden, hatte das Darknet eine Antwort. Über die Nutzung weiterer Anbieter erwarb der Angeklagte zwei Postfächer, zu denen er bequem die Hehlerware schicken konnte.

Doch in den Abgründen des Internets gab es für ihn noch mehr zu holen. Yusuf D. beschloss, sich für 200 Euro einen italienischen Pass zu besorgen. Mit italienischem Namen und dem Wohnsitz in Herrenberg machte sich der Heranwachsende damit auch noch der Fälschung von Ausweisdokumenten strafbar.

Ähnlich wie er seine Karriere angefangen hatte, neigte sich sie sich 2016 dem Ende. Ausgestattet mit jeweils einem gefälschten 50-Euro-Schein versuchte er in Lebensmittelläden Einkäufe zu tätigen und wurde bei einer der Aktionen erwischt.

Damals gelang ihm die Flucht. Doch irgendwann wurde Yusuf D. auch vom Schatten des Darknets nicht mehr gedeckt. Ein Mitarbeiter des Kriminalamts Baden-Württemberg, der als Zeuge geladen war, skizzierte grob, wie die Ermittler den Angeklagten ausfindig machen konnten: Im Visier hatten die Kriminaler anfangs den großen Fisch. Die Server der kriminellen Plattform “crimenetwork” in den Niederlanden, die Yusuf D. wiederholt nutzte, wurden von den Beamten geknackt und die Daten sichergestellt. Damit war die Identität von “Aserbaidschan61” gelüftet. Unter dem Strich war der Angeklagte “nicht wahnsinnig professionell”, wie es der Staatsanwalt in seinem Schlussplädoyer zusammenfasst.

Sichtlich desinteressiert nimmt der junge Mann das Urteil entgegen: zwei Jahre Strafe auf Bewährung, inklusive 150 Stunden gemeinnützige Arbeit. Zusätzlich muss er zusammen mit seinem Bewährungshelfer Bemühungen um einen Ausbildungsplatz nachweisen. Staatsanwalt und Richter machen am ende deutlich, dass Yusuf D. Glück hatte: Da er die Taten als Minderjähriger beging, gilt für ihn das Jugendstrafgesetz.

Studie: Darknet-Schwarzmärkte haben ihr Transaktionsvolumen 2018 verdoppelt

Das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis fand heraus, dass lediglich zwei Hackergruppierungen für den Diebstahl von Krypowährungen im Gegenwert von insgesamt einer Milliarde US-Dollar verantwortlich sind. Die Studie zeigt: Krypto-Hacking läuft (noch) vergleichsweise zentralisiert ab.

Lediglich zwei Krypto-Hackergruppierungen versammeln insgesamt eine Milliarde US-Dollar auf ihren Wallets. Diese stolze Summe berechnete das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis. In ihrem aktuellen Bericht untersuchten die Analysten unter anderem das Verhältnis von illegalen zu legalen Transaktionen im Umfeld von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Dabei konnten sie feststellen, dass Bitcoin eine viel weißere Weste hat, als bisher vermutet. Denn 2018, so fand Chainalysis heraus, war lediglich ein Prozent aller Bitcoin-Aktivitäten in die Kategorie „illegal“ einzuordnen. 2012 waren es noch sieben Prozent gewesen.

Auch an anderer Stelle konnten die Analysten einen Rückgang beobachten. So bestätigt Chainalysis, dass das Ökosystem dazugelernt habe. Gerade die ETH-Giveaway-Scams hätten demnach weniger Erfolg als noch vor einem Jahr. Auf der „anderen“ Seite lerne man jedoch auch dazu, so der Bericht weiter. Dementsprechend seien ICO Exit Scams sowie Ponzi Schemes ausgefeilter und besser zugeschnitten worden.
DarkNet-Marktplätze boomen

Auch im Bereich der DarkNet-Märkte habe die Industrie einen Boom zu verzeichnen. Nachdem im Jahr 2017 viele Online-Schwarzmärkte geschlossen worden seien, habe die Industrie im vergangenen Jahr einen deutlichen Zuwachs bekommen. Demnach habe sich hier die Aktivität im Vergleich zu 2017 verdoppelt: Das Transaktionsvolumen der Online-Schwarzmärkte sei trotz fallendem Bitcoin-Kurs auf insgesamt 600 Millionen US-Dollar angestiegen, eine Verdopplung also.
Chainalysis erwartet zunehmende Dezentralisierung

Für das kommende Jahr erwarte das Analyseunternehmen hier eine zunehmende Dezentralisierung. So erwartet Chainalysis, dass das Jahr 2019 das Jahr des „distributed crime“, also des dezentralen Verbrechens, werde. Ebenso wie das gesamte Ökosystem bewege sich auch die illegale Szene hin zu dezentralen Marktplätzen. Gerade verschlüsselte Messenger wie Telegram oder Signal spielten hier in Zukunft eine größere Rolle.

Lies auch: Vater Staat langt zu: Zwei Prozent aller Bitcoin durch Behörden beschlagnahmt

Ferner erwartet das Analyseteam, dass Kryptowährungen wie Bitcoin in Zukunft stärker im organisierten Verbrechen Einzug hielten. So heißt es im Report:

„Kriminelle Organisationen bringen virtuelle Währungsexperten ein, die sie beraten, wie man Kryptowährungen in Betrug, Geldwäsche und illegale Glücksspielaktivitäten integrieren kann. Kartelle und andere kriminelle Gruppen übernehmen Börsen und Bitcoin-Mining als Quelle für sauberes Geld. Diese Gruppen erforschen traditionelle Krypto-Scams und erfinden neue. Sie stellen die Behörden vor neue Herausforderungen.“

Nordhessen betroffen Gestohlene Identitätsdaten im Darknet entdeckt

Ermittler sind im Darknet auf 550 gestohlene Datensätze von Personen aus Nordhessen gestoßen.

Unbekannte Täter hätten sie in diesem verborgenen Teil des Internets für Betrug zur Verfügung gestellt, teilte die Polizei in Eschwege am Dienstag mit. Die Datensätze von Personen aus dem Werra-Meißner-Kreis bestehen unter anderem aus Namen, Anschriften, Geburtsdaten und Bankverbindungen mit Iban-Nummer. Sie enthielten keine Kennwörter.

“Ob und in wieweit die der Polizei vorliegenden Datensätze bereits missbräuchlich benutzt wurden, ist derzeit noch nicht vollumfänglich bekannt”, sagte ein Sprecher.

Auslöser der Ermittlungen war eine Privatperson, die selbst Opfer eines Internet-Betrugs wurde. Sie habe eigenhändig im Internet und Darknet recherchiert. Derzeit werten die Ermittler die Informationen aus. Betroffene Personen und Bankkunden würden in den nächsten Tagen von der Polizei oder ihrer Hausbank angeschrieben. Sie erhielten dann Informationen und Verhaltenshinweise. Wer befürchtet, die eigenen Daten seien von dem Fall betroffen, möge von Anfragen absehen und ein entsprechendes Schreiben abwarten, sagte der Polizei-Sprecher.

Tipps zum Drogen Bestellen im Darknet

Drogen online kaufen im Darknet und zu sich daheim zu bestellen erfordert noch einiges mehr als nur das technische Wissen. Folgend ein paar grundlegende Tipps dafür, wenngleich wir unbedingt voranstellen müssen, dass früher oder später jedes Drogenportal von der Polizei hochgenommen wird und daher nirgendwo zu 100% sicher zu bestellen ist und wir daher dringend davon abraten! Wenngleich kleine Fische wie Konsumenten zu 99% nicht verfolgt werden, möchten wir niemanden zu illegalen Handlungen des Drogenkaufes animieren.

Wer dennoch nicht widerstehen kann, der sollte Folgendes beachten:

  • Kaufe nur bei großen Marktplätzen und nicht bei einzelnen Shops (Betrugsgefahr!)
  • Vergleiche die Preise und bestelle nicht beim erstbesten
  • Bestelle lieber weniger oft und dafür größere Mengen als umgekehrt (Preisnachlass durch Mengenrabatt sehr hoch, außerdem ist es so sicherer da weniger Versendungen notwendig)
  • Ganz wichtig: Vergleiche die Verkäuferbewertungen miteinander und kaufe nur bei etablierten Händlern mit VIELEN guten Bewertungen
  • Achte auch auf die aktuellsten Bewertungen der Online-Händler auf dem Darknetportal! Ein Drogenverkäufer, der in der Vergangenheit zuverlässig lieferte, könnte durch einen Exitscam aussteigen. Also kurz auch die neuesten Bewertungen abchecken, ob diese ebenfalls positiv ausfallen.
  • Am besten erfolgt der Deal bei einem Händler aus dem eigenen Heimatland, da hier keinerlei Kontrollen stattfinden (mindestens aber sollte der Dealer aus der EU verschicken da auch hier kaum Zollkontrollen, niemals aber von außerhalb). Darauf muss man unbedingt achten!
  • Besonders bei größeren Drogenmengen per „escrow“ kaufen (Online-Händler bekommt erst dann die Bitcoins vom Portal gutgeschrieben, wenn du den Erhalt der Ware bestätigst)
  • Immer nur so viel Bitcoins im Darknet-Wallet einlagern, wie man auch aktuell benötigt – nicht faul sein (siehe unten „Exit-Scam“). Also immer nur soviel Kryptowährungen auf dem Wallet des Darknetmarktplatzes haben, wie sie aktuell zum Drogen bestellen auch gebraucht werden! Nicht aus Faulheit die Coins dort zwischenlagern. Denn sollte das Portal hochgenommen werden oder dauerhaft offline gehen, sind diese Bitcoins unweigerlich verloren.
  • Paranoide bestellen sich die Ware nicht nach Hause zur Privatadresse, sondern an eine Packstation oder einen Freund bzw. toten Briefkasten (nach Absprache versteht sich!).

Vor-und Nachteile des Drogen-Kaufens im Darknet

Das Drogen-Kaufen im Darknet hat Vor- und Nachteile. Diese seien folgend aufgezählt.

Vorteile:

+ riesige Auswahl aller Drogen (auch seltene wie Opium oder Haschischöl)
+ niedrigere Preise (bei größeren Mengen erst recht)
+ hohe Qualität und Reinheit (weil den Stoff streckende Zwischenhändler fallen weg)
+ bequemes Online-Shopping ohne das Haus verlassen zu müssen

Nachteile:

– JEDES Darknetportal wird früher oder später von der Polizei hochgenommen (doch wenn interessieren sie sich nur für die großen Fische)
erfordert Eigeninitiative und Autodidaktik (Bitcoins kaufen und Darknet-Adressen finden)
Paket könnte von Polizei entdeckt werden (kommt aber nur selten vor)
bei Exit-Scam ist das Geld weg (Exit-Scam = Händler oder Portal tauchen einfach unter)
– eventuelle Unvorsichtigkeit des Händlers mit deinen Daten (zB. nicht unwiderruflich gelöscht und damit auf seinem PC befindlich)

Preise von Drogen im Darknet

Der Preis von Drogen im Darknet hängt hauptsächlich von der Reinheit bzw. Qualität sowie der Menge ab. Kleine Mengen wie 1g kosten den Händler viel Aufwand (Verpackungsmaterial, Paket aufgeben, Versandkosten, etc.). Daher fallen die Preise rapide, je mehr man bestellt.

In der folgenden Tabelle haben wir die Durchschnittspreise für Drogen eher geringer Menge angegeben und mit einem Screenshot versehen. Grundlage waren Angebote aus dem Darknetshop bzw. Drogenportal „Dream Market“. Doch die Preise gleichen sich in allen Märkten und werden günstiger, je mehr man bestellt. Die Angaben zur Reinheit werden nicht immer völlig zutreffen, aber im Vergleich zur Straßenqualität beim Dealer um viele Stufen reiner und ungestreckter. Dadurch wesentlich günstiger als offline zu erwerben.

DrogePreis pro Gramm
Cannabis
und Haschisch
10 € für gutes Gras
9 € für gutes Haschisch
Amphetamin2 € (!), 70% Reinheit
MDMA10 €, 84% Reinheit (Kristalle)
Extasy Pillen5 € pro Pille bei 200mg MDMA Gehalt
Kokain60 €, 90% Reinheit (!)
Ketamin25 €, 80% Reinheit
Heroin*50 €, Reinheitsgrad nicht angegeben
LSD5 € pro Pappe
Methamphetamin
(Crystal Meth)
40 €, als reine Kristalle vorliegend
Opium50 €
Benzodiazepine40 € für 30 Pillen Valium (10mg, Diazepam)
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* Heroin ist neben Crack und teilweise auch Crystal Meths die wohl einzige Droge, die quasi ausschließlich von Süchtigen konsumiert wird. Wer Heroin kaufen will und “nur” einmal einnimmt, entwickelt der Erfahrung nach höchstwahrscheinlich sofort eine oft lebenslang anhaltende schwere Drogenabhängigkeit! Der Grund: man lernt kennen, welch künstlich simuliertes Wohlbefinden möglich ist. Nach diesem Flash sehnen sich Heroinsüchtige dann das ganze Leben und alle anderen Erfahrungen und Erlebnisse aus dem normalen Alltag werden daran gemessen und gehen natürlich unter. Will sagen: PROBIERT NIEMALS HEROIN! Denkt nicht mal daran. Wir listen es auch nur der Vollständigkeit wegen auf und um hier noch einmal explizit vor dieser Droge zu warnen! Wer es „nur einmal kurz ausprobieren will“ landet ziemlich sicher hart und unbequem, womöglich in der Gosse.

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