Verkauf von Horrordroge: Hammer Darknet-Dealer verurteilt

Sie haben im Internet mit Carfentanyl gedealt – der gefährlichsten Droge der Welt. Dafür sind zwei Brüder aus Hamm und ein Komplize am Dienstag (18.09.2018) zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Brüder dealten aus Hammer Wohnung

Der Haupttäter muss sechseinhalb Jahre hinter Gitter, sein Bruder vier Jahre und drei Monate und ihr Komplize für drei Jahre. Die Brüder hatten aus einer Wohnung in Hamm mit der gefährlichen Droge gedealt.

Erster Prozess gegen Dealer der weltweit gefährlichsten Droge

Carfentanyl ist sehr giftig und wird zum Beispiel bei Hinrichtungen in den USA benutzt. Die Hammer Dealer hatten die Droge über das Darknet verkauft, auch an Minderjährige. Ein 15-jähriger Norweger ist daran gestorben.

Carfentanyl wird bei der Betäubung von Wildtieren, in der Schmerztherapie oder bei Hinrichtungen in den USA verwendet. Zwei Brüder aus Hamm haben im Darknet mit der gefährlichen synthetischen Droge gehandelt. Am Montag sind sie vom Dortmunder Landgericht verurteilt worden.

Der 45-jährige Kopf der Gruppe erhielt mit sechseinhalb Jahren Haft die härteste Bestrafung. Er war es, der die Kontakte zu den Lieferanten in Hongkong und Shanghai herstellte und die Lieferungen schließlich über den Postweg nach Hamm kommen ließ. Hier wurde das Carfentanyl portioniert und wieder versandfertig gemacht. Die Kunden der beiden Brüder saßen in der ganzen Welt. Ein 15-jähriger Jugendlicher aus Norwegen ist nach der Einnahme des Rauschgiftes sogar verstorben.

80.000 Euro für den einen – 800 Euro für den anderen

Mindestens 80.000 Euro wanderten innerhalb nur weniger Monate als Gewinn auf das Konto des Hauptangeklagten. Seinen Bruder bezahlte er mit 800 Euro pro Monat eher kärglich. Der 54-Jährige war allerdings auch nur für die groben Arbeiten, wie das Verpacken der Lieferungen zuständig. In seinem Fall hielten die Richter vier Jahre und drei Monate Haft für angemessen.

Mit drei Jahren Haft wurde ein Komplize der beiden Brüder bestraft. Der Mann war erst kurz vor der Festnahme hinzugestoßen und muss sich deshalb deutlich weniger Fälle zurechnen lassen.

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