DarkNet Postfach: Wohin liefern lassen?

Viele fragen sich, an welche Darknet Lieferadresse sie bestellen sollen oder ob sie sich eine DarkNet Packstation kaufen sollen.

Hier eine Auflistung der Möglichkeiten für Darknet Lieferadressen und ihr Vorteile und Nachteile

Eigener Briefkasten, eigener Name

+ einfach und bequem, keine Kosten
+ man kann abstreiten, bestellt zu haben
+ sehr kleine Bestellungen sind für die Behörden nicht so interessant

– eigener Name wird in Verbindung gebracht, vor allem bei mehreren Bestellungen Nachteile

Eigener Briefkasten, anderer Name

+ einfach und bequem, fast keine Kosten
+ der Name kann regelmäßig gewechselt werden (Situation: Mehrparteienhaus, Postbote wechselt)

– Post könnte verloren gehen
– Postbote schöpft Verdacht (Tipp: fremden Namen testen mit Werbebestellungen/unfrankierten Briefen mit dem falschen Namen als Absender)
– weitere Straftat
– nicht abstreitbar bestellt zu haben wenn man erwischt wird

Eigener Briefkasten, andere Adresse

+ geringe Kosten (Briefkasten (groß genug), Kleber)
+ anderer Name und andere Adresse
+ langfristige Benutzung

– weitere Straftat
– auffällig
– geeigneter Ort für Briefkasten finden
– Verlust möglich
– nicht abstreitbar bestellt zu haben wenn man erwischt wird

Anderer Briefkasten, andere Adresse

+ fast keine Kosten
+ anderer Name und andere Adresse

– weitere Straftat
– auffällig beim abholen der Ware (z.B. Lineal mit doppelseitigen Klebeband benutzen um im Briefkasten zu fischen)
– geeigneten unbenutzten Briefkasten finden
– Verlust möglich
– nicht abstreitbar bestellt zu haben wenn man erwischt wird

Packstation (von jemand anderem)

+ anderer Name und andere Adresse

– weitere Straftat
– hohe Kosten oder Aufwand, Packstation von fremden zu besorgen
– Verlust möglich
– nicht abstreitbar bestellt zu haben wenn man erwischt wird
– technischer Aufwand
– Videokameras

Wie Kriminelle die Packstation missbrauchen: Darknet Lieferadresse

Die Packstationen der Deutschen Post sind beliebt – auch bei Kriminellen. Drogendealer und Hehler aus dem Darknet nutzen das System, um ihre Waren auszuliefern. Die Polizei warnt Packstation-Nutzer vor Betrügern.

DHL-Packstation: Kriminalität aus dem Darknet. darknet wohin bestellen

DHL-Packstation als toter Briefkasten: So nutzen Kriminelle aus dem Darknet die Schließfächer für den Drogenversand.

Wochenlang harrten die Polizisten vor den Packstationen aus, um den Täter zu schnappen. Immer wieder tauchte der 20-jährige Leipziger bei den gelben, großen Schließfachsystemen auf, um seinen Drogenvorrat aufzufüllen. 314 Kilo Kokain, Ecstasy, LSD oder Haschisch fanden die Beamten später im Besitz des Drogendealers. Von seinem Kinderzimmer aus hatte der Leipziger tausende Kunden in Deutschland und dem Umland mit Drogen versorgt. Seine Ware verkaufte er über das Darknet, am liebsten versendete er sie per Post und Packstation.

Eigentlich hat die Deutsche Post ihre Packstationen neben Supermärkten oder auf Parkplätzen gebaut, damit Berufstätige dort nach Feierabend ihre online bestellten Sendungen abholen können. Mit einer Nutzerkarte und einer aufs Handy gesendeten Transaktionsnummer können die Kunden ein Schließfach öffnen und ihr Paket in Empfang nehmen.

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Doch die gelben Kästen locken neue, ungebetene Kunden an: Drogendealer wie der 20-jährige Leipziger vertreiben über sie ihren Stoff, Hehler missbrauchen das System als Umschlagort. Das fand der japanische Sicherheitsanbieter Trend Micro in einer Studie über den kriminellen Teil des Internets, das sogenannte Darknet, sowie über das System der Packstationen heraus.

„Das ist eine beliebte Art des Warenaustauschs, weil beide Seiten anonym bleiben können“, sagt Udo Schneider, Experte bei Trend Micro. So unterlässt es die Post, bei den Absendern die Identität zu überprüfen. Und Empfänger können sich hinter einem falschen Namen verstecken. Dazu verwenden sie gefälschte Ausweise, um sich für die Packstation zu registrieren. Oder sie stehlen beziehungsweise kaufen die Daten in Internetforen, sagt Experte Schneider. „So ein Account kostet 20 bis 30 Euro.“

Die Post bestreitet den Missbrauch nicht. Das Problem sei bekannt, heißt es aus der Bonner Zentrale. „Wir verfolgen umfangreiche Maßnahmen zur Prävention und entwickeln diese kontinuierlich weiter.“

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Auch die Kriminellen entwickeln ihre Technik weiter: Vor einem Jahr warnte die Polizei vor Betrügern, die sich mit der Identität von Kunden für die Packstation registrierten und in deren Namen hochwertige Elektronikartikel im Internet bestellten. Der Trick: Die Täter meldeten sich online unter einem fremden Namen für die Packstation an. Die Post schickt den vermeintlich neuen Kunden daraufhin ein Begrüßungspaket mit einer Nutzungskarte. Kurz darauf tauchen die Täter bei ihren Opfern auf. Sie geben sich als Post-Mitarbeiter aus, die das Missverständnis mit der falschen Anmeldung aufklären wollen. Mit diesem Vorwand entlocken sie den Kunden ihre Nutzungskarte.

Ein anderer Trick zielt auf bereits registrierte Packstations-Nutzern: Die Täter verschickten gefälschte E-Mails im Namen der Post, mit denen sie den Postkunden deren Zugangscodes für die Packstation entlockten.

Das Problem sei jedoch eingedämmt, erklärte die Post, weil Kunden für jede Abholung inzwischen einen neuen Code eingeben müssen, den sie aufs Handy erhalten. “Damit erschwert die Post, dass Zugangskonten verteilt werden können”, sagt Sicherheitsexperte Schneider.

Gänzlich verhindern konnte die Post den Missbrauch jedoch auch mit diesen Maßnahmen nicht. In der Darknet-Szene hat man längst einen Weg gefunden, die Hürden zu umgehen. Die Täter eröffnen ein Nutzerkonto bei der Post unter falschem Namen und kaufen eine Sim-Karte für ein Handy bei einem Billiganbieter, der schon mal auf die vorgeschriebene Ausweiskontrolle verzichtet. Die Post erklärt dazu nur: „Wir entwickeln die Sicherheitsmaßnahmen auf Basis von neuen Erkenntnissen und Vorgehensweisen von Kriminellen ständig weiter.“ Bei bekannten Fällen werde Strafanzeige gestellt.

In Deutschland hat der Konzern seine 2750 Packstationen bereits in 1600 Städten. Acht Millionen registrierte Nutzer zählt die Post, damit hat beinahe jeder zehnte Deutsche eine Karte für die Packstation. Die Post hofft, dass das bald auch für anderen Länder gilt: Der Konzern investiert einen dreistelligen Millionenbetrag, um auch den Paketmarkt in Österreich zu erobern – die Packstation spielt dabei eine wichtige Rolle. Erst im November eröffnete der Konzern in Wien das erste der Schließfachsysteme, „mehrere hundert“ sollen folgen.

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