In Berlin aufgeflogen: Nippon-Connection aus dem Darknet

Der Polizei Berlin ist ein Schlag gegen die Drogenhändler Szene geglückt. Sie nahm zwei Japaner und einen amerikanischen Helfer fest. Eine 38-jährige Japanerin ist noch auf der Flucht. Das Dealer-Quartett soll Drogen für über 2,3 Millionen Euro über das „Darknet“ vertickt haben.

Die Sicherheitsbehörden ermittelten mehrere Monate lang gegen die “Nippon-Connection”, jetzt schlugen sie in Prenzlauer Berg zu. Sie schnappten die Drogen-Bosse in einem ihrer Wohnungen in der Diesterwegstrasse (gegenüber dem Winsviertel).

Drei der vier Verdächtigen wurden festgenommen

Die Aufgabenteilung der vier mutmaßlichen Drogen-Händler sei klar aufgeteilt gewesen: Wie die RBB-Abendschau berichtet, soll der Japaner (43) für den Drogeneinkauf und Verkauf zuständig gewesen sein, sein US-amerikanischer Komplize (39) habe Technik und Finanzen bearbeitet. Zwei Japanerinnen (38 und 40) hätten sich um die Lagerung, Verpackung und Versand der Drogen gekümmert. Drei der vier Verdächtigen wurden bei dem Polizeieinsatz festgenommen, die 38-jährige Japanerin ist flüchtig, wird aber jetzt mit einem internationalem Haftbefehl gesucht.

Verdienst der Bande insgesamt: rund 2,3 Millionen Euro

Im großen Stil soll das Quartett seit September 2012 Kokain, synthetische Drogen und Cannabis im sogenannten Darknet verkauft haben. Es habe mehr als 20.500 Verkäufe gegeben. Der Verdienst der Bande: rund 2,3 Millionen Euro in Bitcoin. Bei der Durchsuchung von fünf Wohnungen stellten die Ermittler neun Kilo Marihuana, sechs Kilo Haschisch, ein Kilo synthetische Drogen und mehr als 300 Gramm Kokain sicher.

Wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Freitagabend mitteilte, geht es um den Vorwurf des bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in rund 20.500 Fällen.

Die Ermittlungen richten sich demnach gegen einen 43-jährigen Japaner, einen 39-jährigen US-Bürger sowie zwei Japanerinnen im Alter von 38 und 40 Jahren. Bei Durchsuchungen von fünf Berliner Wohnungen wurden neun Kilo Marihuana, sechs Kilo Haschisch und ein Kilo synthetische Drogen gefunden. Die Festgenommenen seien einem Haftrichter vorgeführt worden, gegen die flüchtige 38 Jahre alte Japanerin liege ein internationaler Haftbefehl vor. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelte gemeinsam mit dem hessischen Landeskriminalamt (LKA), Zollfahndern und der Berliner Polizei.

Die Berliner Polizei hat am Donnerstag drei Verdächtige festgenommen, die im großen Stil mit Drogen im Darknet gehandelt haben sollen. Die 38-Jährige befinde sich noch auf der Flucht, die übrigen seien in Gewahrsam. Gegen sie wurde Haftbefehl erlassen. Der Gruppe wird der Handel vor allem mit Koks, Cannabis und der Partydroge MDMA (Ecstasy) zur Last gelegt. Nach deren Erkenntnissen haben die Beschuldigten in mehr als 20.500 Fällen Betäubungsmittel über das Darknet verkauft und damit einen Verkaufserlös von mindestens 2,3 Millionen Euro erzielt.

Das Darknet ist der Teil des Internets, in dem es vor illegalen Angeboten wimmelt – eine Kommunikationsplattform für Dealer und Waffenhändler. Laut einer Studie einer amerikanischen Universität werden dort im Jahr allein über 100 Millionen Dollar mit Drogen umgesetzt.

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