50-Euro-Scheine Kölner (24) bestellte Falschgeld im Darknet – so flog er auf…

Er sei doch nur neugierig gewesen, sagte ein  Familienvater Mike K. (24, Name geändert), als er im Amtsgericht wegen Geldfälschung  auf der Anklagebank saß. Er hatte die Scheine im Darknet bestellt.
Vier falsche Fünfziger

Vier falsche Fünfzig-Euro-Scheine für insgesamt 43,50 Euro hatte  der Angeklagte in dem parallelen und anonymem Internet geordert, auf das man nur mit  spezieller Software zugreifen kann. Prompt wurden die Blüten geliefert.

Der Kleinganove bestellte danach eine Pizza und drückte dem Boten einen falschen Fünfziger in die Hand. Keine gute Idee: Die Qualität des Scheins war so schlecht, dass der Schwindel sofort auffiel. Der Pizzabote rief die Polizei.
Blüten stammten aus Bayern

Die Ermittler überprüften die Blüte und stellten aufgrund der  Seriennummer einen Zusammenhang zu Kriminellen aus Bayern her.

In Landshut hatten zwei Männer (22, 24) in einer Hinterhofgarage  rund 1600 Falschgeldscheine hergestellt und über das Darknet verkauft. Sie kassierten jeweils mehr als drei Jahre Gefängnis.
Täter bekommt Bewährung

Einer ihrer Abnehmer war der Kölner Mike  K.  Zufällig sei er im Darknet, wo auch mit illegalen Waffen oder Kinderpornografie gehandelt wird, auf die Blüten gestoßen. Diese zu bestellen „war nicht die klügste Entscheidung“, gab der Mann beim Prozess  reuig zu.

Der wegen Diebstahls, Sachbeschädigung und unerlaubten  Waffenbesitzes vorbestrafte Vater einer kleinen Tochter (2) erhielt  sechs Monate Haft –  zur Bewährung  ausgesetzt.

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