Drogenhandel: Hintermänner von “Chemical Love” angeklagt

Nach der Razzia gegen Deutschlands größten Untergrund-Shop für Drogen hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen sechs Personen erhoben – darunter auch ein ehemaliger Fußball-Profi.

Ein halbes Jahr nach der Zerschlagung von Deutschlands bisher größtem Internetshop für Drogen ist gegen sechs Verdächtige Anklage erhoben worden. Zu ihnen gehört auch der ehemalige Stuttgarter Fußballprofi Walter Kelsch, wie die Landeszentralstelle Cybercrime (LZC) der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz am Dienstag mitteilte. Die mutmaßliche Bande soll seit Mai 2015 zentnerweise Drogen aller Art sowohl im offenen Internet als auch im sogenannten Darknet unter dem Namen “Chemical Love” angeboten haben. Die Einnahmen mit der Krypto-Währung Bitcoin hätten sich auf umgerechnet rund 3,5 Millionen Euro belaufen.

Die Drogen wie Kokain, Crystal Meth, Ecstasy, LSD und Haschisch wurden nach Angaben der rheinland-pfälzischen LZC mit einzelnen Bildchen angeboten und konnten bequem per Mausklick bestellt werden. Die Angeschuldigten im Alter zwischen 23 und 61 Jahren hätten das Rauschgift in den Niederlanden gekauft, in einem Keller im pfälzischen Rülzheim gebunkert und per Postversand verschickt. Ein Prozess würde daher auch im nahen Landau stattfinden, wenn das dortige Landgericht dem zustimme. Zwei der mutmaßlichen Drogendealer zeigten sich laut LZC im Wesentlichen geständig.

2 Comments

  1. Micha F.

    Ohne Frage einer der größten Online-Drogen-Busts aller Zeiten in Deutschland.

    Die Szene fragt sich aber: Wie kamen die Cops darauf? Wie flogen die Jungs auf? Habt ihr davon irgendwo was in den Medien gelesen? Oder eine Idee dafür?

    Außerdem: Ist bekannt, ob die Kundendaten verschlüsselt wurden oder ob sie noch Besuch erwarten dürfen?

    Der Fehler war wohl, dass sie auch im Clearnet verkauft haben…

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