Mehrjährige Freiheitsstrafen für Drogenhändler

Sie trieben sich in den dubiosen, anonymen Seiten des Internets herum, bestellten dort Drogen und gefälschte Geldscheine und verkauften diese dann weiter. Dafür hat das Landgericht Deggendorf drei Männer am Donnerstag jeweils zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Einige strafmildernde Umstände kamen den Verurteilten dabei noch zugute.

“Gesprächsbereit und kooperativ” – so charakterisierte ein als Zeuge aussagender Kriminalbeamter der Deggendorfer Polizei die Angeklagten im Alter zwischen 33 und 35 Jahren. Bereits zum Prozessauftakt hatten sie gestanden, hauptsächlich Amphetamine und Falschgeld aus dem so genannten Darknet, einem virtuellen, eingeschränkt zugänglichen Hinterraum des Internets, erworben zu haben. Durch den Handel mit den Drogen und dem Verbreiten der Blüten wollten sie sich ihren Lebensunterhalt verdienen. Der vom Gericht als Kopf der Gruppe angesehene Angeklagte ist zu fünf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Ein Mittäter erhielt eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten. Beide werden wegen ihrer Drogenprobleme in einer Entziehungsanstalt untergebracht. Der dritte Angeklagte muss für drei Jahre und vier Monate in Haft.

Mit der Verurteilung der drei Täter sind die Ermittlungen in dem Fall jedoch noch nicht abgeschlossen. Wie der als Zeuge aussagende Polizeibeamte zu Protokoll gab, laufen zurzeit Ermittlungen gegen 49 weitere Personen, die Betäubungsmittel oder Falschgeld von den drei Angeklagten – teilweise ebenfalls aus dem Darknet – gekauft haben sollen. Nach ihrer Festnahme hatten die drei umfassend und detailliert auf die Fragen der Ermittler geantwortet und dabei auch Namen ihrer ehemaligen Kunden genannt.

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