Über das Darknet: Verkaufte Münchner Amokläufer die Tatwaffe: Polizei fasst Waffenhändler

Die Polizei hat den mutmaßlichen Waffenhändler geschnappt, der dem Münchner Amokläufer seine Tatwaffe über das Darknet verkaufte. Der Mann soll schon seit Wochen im Visier der Fahnder gewesen sein.

Das teilten die Generalstaatsanwaltschaft und das Zollfahndungsamt Frankfurt mit. Es soll sich um einen 31-Jährigen aus Marburg handeln, berichtet die “Bild”-Zeitung. Spezialermittler der Zentralstelle zur bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT), die Generalbundesanwaltschaft und die Soko “München” waren dem Täter offenbar schon länger auf der Spur und konnten ihn schließlich eine Falle stellen.

Die Fahnder nahmen im Darknet Kontakt mit dem 31-Jährigen auf und orderten eine Maschinenpistole und eine “Glock 17”-Pistole – dieselbe Waffe, die auch der Münchner Amoläufer bei seiner Tat verwendet hatte. “Im Zuge der Vorbereitung des Scheingeschäfts erklärte der mutmaßliche Waffenhändler, er habe die anlässlich des Amoklaufs verwendete Pistolle Modell Glock 17 nebst Munition an den Amokschützen ausgeliefert”, erfuhr die “Bild”-Zeitung von der Staatsanwaltschaft.
Vier Tage vor der Tat traf er sich erneut mit dem Amokschützen

Er soll sich zwei Mal mit dem Münchner Amokläufer getroffen haben, um ihm zunächst die Waffe und dann am 18. Juli, vier Tage vor dem Amoklauf, die Munition zu übergeben.

Am Dienstag überwältigten Einsatzkräfte der Polizei und eine Spezialeinheit des Zollkriminalamts Köln den mutmaßlichen Waffenhändler bei der Übergabe der als Scheingeschäft von den Ermittlern bestellten Waffen. “Wir haben gerichtsverwertbare Fakten, dass er dem Amokläufer die Tatwaffe kurz vor der Tat verkauft hat”, bestätigte die Polizei der “Bild”-Zeitung.

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