Bitcoin bleibt beliebteste Währung im Darknet

Zwei Professoren vom Kings College in London haben ihre Ergebnisse zu einer Untersuchung im Tor Netzwerk (Darknet) veröffentlicht. Das bekannte Netzwerk soll die Aktivitäten seiner Nutzer verschleiern und Schnüffeleien dadurch erschweren.

Die Studie fand heraus, dass Webseiten illegale Güter und Dienste in 12 Kategorien anbieten, einschließlich finanzieller Dienste, und das Bitcoin immer noch die erste Wahl war um eine breite Masse an Transaktionen abzudecken.

„Bitcoin ist die am größten verbreitete Währung in allen hinter Tor versteckten Dienstleistungen“, schrieb Daniel Moore, ein IT-Sicherheitsingenieur des Department für Kriegswissenschaften.

Der Bericht „Cryptopolitik and the Darknet“, welcher in der Februar-März Ausgabe der Edition „Survival: Global Politics and Strategy“ erschien, analysierte über 300.000 Webadressen, identifizierte 5.205 Live-Webseiten, wovon 2.723 als illegal mit „einem hohen Vertrauensgrad“ eingestuft wurden.

Von diesen Seiten wurde jede in eine von 12 Kategorien aufgenommen, darunter Drogen, Waffen und Geldgeschäfte. Die Drogen-Kategorie wurde am häufigsten identifiziert, sie zählte zu 423 Webseiten, gefolgt von 327 Webseiten für Geldgeschäfte und 1.021 Webseiten welche unter „Sonstige“ vom Forscherteam eingeteilt wurden.

Unter den finanziellen Webseiten die als illegal eingestuft worden sind, gab es drei verschiedene Kategorien:

  • Bitcoin-gestützte Geldwäsche
  • gestohlene Kreditkarten-Nummern
  • und Handel mit Falschgeld.

Seit der Schließung von Silk Road im Oktober 2013 wurde die Anonymität des Tor Netzwerks weitestgehend in Frage gestellt. Im Oktober 2014 fanden Akademiker der Universität von Luxemburg heraus, dass selbst eine Kombination aus Bitcoin und Tor Browser die Anonymität des Nutzers nicht schützt und die Identität des Nutzers mit einem Angriff offengelegt werden kann. Die Aktion kostet jedoch ungefähr 2.500 US-Dollar. Ein Bericht der kürzlich von Motherboard erschien, beschreibt wie die US Regierung es mit Hilfe von Wissenschaftlern schafft Methoden zu entwickeln, mit denen man die Anonymität in Tor Netzwerken verringern kann.

Es wurde jedoch auch beschrieben, dass Coin-Mixing Dienste wie CleanCoin dem Nutzer ein gewisses Maß an Sicherheit bieten können. Der Dienst existiert seit Ende 2013 und bietet dem Nutzer dadurch Sicherheit, dass seine Bitcoins durch eine großen Quelle ausgetauscht werden, wozu es laut der Seite nahezu unmöglich ist, den Ursprung zurückzuverfolgen.

Die Autoren des Berichts, worunter auch der Kings College Professor und Technologie Autor Thomas Rid zählt, durchsuchten in einer zweimonatigen Zeitspanne vom Januar bis März 2015 Adressen mit dem Zusatz .onion und untersuchten dabei maximal 100 Seiten pro Adresse um keine systematischen Fehler in das Ergebnis einfließen zu lassen, da darunter auch sehr große Seiten waren.

BTC-Echo
Englische Originalfassung von Michael de Castillo via CoinDesk

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